Erzbistum der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa

Patriarchat von Moskau

 

Dekanat von Deutschland

 


Lasst uns beten für den Frieden der Welt

 

In den Pfarreien und Gemeinden unseres Erzbistums soll das inständige und eifrige Gebet intensiviert werden, damit die schändlichen Bruderkriege in der Welt ein Ende finden. Wir schlagen vor, die folgenden Gebete für den Frieden in die Inständige Ektenie während der Göttlichen Liturgie einzufügen:

 

– Blicke voll Erbarmen auf die Völker der Erde, o Herr, und gib ihnen die Kraft, unerschütterlich denen zu widerstehen, die dort Unfrieden stiften, erbarmungsreicher Herr: wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.

 

– Dass erleuchtet werden durch das Licht der göttlichen Weisheit die Gedanken all jener, die verfinstert sind durch die menschliche Schwachheit. Gib Stärke und Kraft Deinen Gläubigen in der Ukraine, im Heiligen Land und in der ganzen Welt und bewahre sie vor allem Unheil: wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.

 

– Der Du uns das Gebot gegeben hast, Dich und unseren Nächsten zu lieben: Gewähre uns, dass aller Hass, alle Feindschaft und Korruption, alles Blutvergießen und alle anderen Verbrechen ein Ende nehmen und dass die wahre Liebe herrsche, wir bitten Dich, erhöre uns und erbarme Dich.

 

Wir bitten Sie darüber hinaus, das folgende Gebet nach der großen Ektenie (sugubaia) zu beten, die auf das Evangelium folgt:

 

«Herr Jesus Christus, unser Gott, Du hast die Mauer der Feindschaft niedergerissen, Du hast Deinem Volk den wahren Frieden geschenkt und hast die Friedenstifter « seliggepriesene Kinder Gottes » genannt. Wir flehen Dich an: Segne alle, die den wahren Frieden suchen und alle, die sich für ihn abmühen. Erleuchte den Geist und die Herzen all jener, die sich für das Gott wohlgefällige Werk des Friedens einsetzen. Schenke Weisheit all jenen, denen Macht gegeben ist, mache den Willen der Regierenden unserer Völker stark und erleuchte ihren Geist, damit sie voller Weisheit, Unterscheidungsgabe und voller Sorge um das Gute am so erwünschten Aufbau des Friedens arbeiten können. Gewähre uns durch die Gnade Deines Heiligen Geistes, dass Friede herrsche unter allen Völkern, nicht bloß in Worten, sondern in Taten; damit die Witwen und die Waisen getröstet werden und nicht mehr weinen, sondern sich freuen können am so sehr ersehnten Frieden. Besänftige die verhärteten Herzen, damit sie in Sanftmut nach Eintracht und Liebe streben.
Segne jeden Menschen und lehre ihn, Deinen Willen zu verstehen und zu tun, in dem ja das Heil, die Liebe, der Frieden und die Einheit aller Menschen sind. Denn Du bist der König des Friedens, der keine Grenzen kennt, Dir gebührt Ehre, Danksagung und Anbetung, mit Deinem anfanglosen Vater und Deinem allheiligen, guten und lebenschaffenden Geist, jetzt und immerdar und in die Ewigkeit der Ewigkeit. Amen. »

In Erinnerung an Michel SOLLOGOUB (1945-2023)

 

Michel Sollogoub, geboren in Paris als Sohn russischer Emigranten, war der Enkel des russischen Schriftstellers Boris Zaitsev. Er war  Absolvent der Universität Paris-Sorbonne und des Pariser Instituts für politische Studien und Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paris-1, Sorbonne.
Als aktives Mitglied der Christlichen Aktion russischer Studenten (Action Chrétienne des Etudiants Russes, ACER-MJO) saß er seit den 1960er Jahren im Rat dieser Jugendbewegung und ab 1978 im Amt eines Vizepräsidenten neben Vater Alexandre Schmemann, Cyrille Eltchaninoff und Alexandre Victorov. Zudem war er von 1968-1980 Vizepräsident des Weltverbandes der orthodoxen Jugend „Syndesmos“. Er war eines der Gründungsmitglieder der Orthodoxen Bruderschaft in Westeuropa (Fraternité orthodoxe en Europe occidentale). Als langjähriges Mitglied des Erzbischöflichen Rates war er von 2003 bis 2013 Sekretär des Diözesanrates und außerdem Präsident der Kommission „Kirche und Gesellschaft“ der Versammlung der orthodoxen Bischöfe Frankreichs (Assemblée des Évêques orthodoxes de France, AEOF).

 

Seine Eminenz, Metropolit Johannes von Dubna sowie der Rat des Erzbistums sprechen seiner Frau, seiner Familie und allen seinen Angehörigen ihr aufrichtiges Beileid aus und begleiten sie im Gebet. Möge der Herr dem Diener Gottes Michel in Begleitung der Gerechten Ruhe schenken.

 

 

 

Die Beerdigungsfeier fand am Mittwoch, 13. September in der Pfarrei Saint-Matthieu statt. Unser Bruder Michel fand seine letzte Ruhestätte auf dem russischen Friedhof von Sainte-Geneviève-des-Bois.

 

 

Ewiges Gedenken dem Diener Gottes Michel!

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag des Blindgeborenen




Krankensalbung in der St.-Alexander-Newski-Kathedrale

Am Dienstag, den 4. April 2023, leitete Seine Eminenz Metropolit Johannes von Dubna das Sakrament der Krankensalbung in der St.-Alexander-Newski-Kathedrale in Paris, umgeben von seinem Klerus.

Vor dem Sakrament wandte sich Metropolit Jean an die Gläubigen und lud sie ein, in ihren Herzen Buße zu tun und sich darauf vorzubereiten, die Karwoche mit dem Herrn zu leben, um ihm im leuchtenden Osterfest zu begegnen.

 


Pannychida zum Gedenken an Metropolit Wladimir (Tikhonicky)

Am Dienstag, den 4. April um 11 Uhr leitete Metropolit Jean de Doubna eine Pannychida am Grab von Metropolit Vladimir in der Krypta der Dormitio-Kirche auf dem Friedhof von Sainte-Geneviève-des-Bois (8 Rue Léo Lagrange, 91700 Sainte-Geneviève-des-Bois), umgeben von Mitgliedern der Familie des Metropoliten.


Kommuniqué des Rats der Erzdiözese vom 29. März 2023

Zutiefst erschüttert von der russisch-ukrainischen Auseinandersetzung, die seit mehr als einem Jahr andauert, möchte der Rat des Erzbistums der orthodoxen Kirchen russischer Tradition in Westeuropa der monastischen Gemeinschaft und der Theologischen Akademie der Kiever Höhlenlavra in diesen schweren Zeiten, die sie durchleben müssen, die Zusicherung seiner Unterstützung und seines Gebets geben.

Wir vertrauen auf das göttliche Erbarmen, auf die Fürsprache der heiligen Antonius und Theodosius von Kiev und auf die am Evangelium orientierte, geistliche und pastorale wohlwollende Sorge seiner Eminenz des Metropoliten Onuphrius. Die Worte des Herrn, die er am Abend vor seinem Leiden, auf das wir zugehen, gesprochen hat, wollen wir uns zu eigen machen: « Auf dass alle eins sind, […] damit die Welt glaubt » (Joh 17,21).